Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 wurde Winters Lehrauftrag entzogen. Er übersiedelte
1935 nach Diessen am Ammersee in die "innere Emigration", wo er fortan malte. 1937 kam es zum Verbot
seiner Malerei, Winters Werke wurden aus den Museen entfernt und entschädigungslos enteignet. Fritz
Winter wurde 1939 in den ersten Kriegstagen eingezogen. Trotz dreimaliger Verwundung und Kriegs-
gefangenschaft überlebte Winter den Krieg. 1949 entließ man ihn aus russischer Gefangenschaft.

Noch im gleichen Jahr wurde Winter Mitbegründer der Künstlergruppe ZEN 49 in München, die sich in der
Tradition des Blauen Reiters verstand. Nach der Auszeichnung mit verschiedenen Preisen (u.a. 1. Preis des
Deutschen Künstlerbundes und Konrad-von-Soest-Preis) erhielt er 1955 eine Professur an der Staatlichen
Hochschule für Bildende Künste in Kassel. Winter gestaltete vielförmige Werke der abstrakten Malerei und
wurde durch seine umfangreiche Schöpferkraft zu einem der bedeutendsten deutschen Maler der inter-
nationalen modernen Kunst. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen ehrten das Werk und
den Künstler Fritz Winter, der am 01. Oktober 1976 in Herrsching am Ammersee verstarb.
 
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Fritz-Winter-Atelier | Öffnungszeiten: Do - Sa: 14.00 - 18.00 So: 11.00 - 18.00 oder nach Vereinbarung | Eintritt frei